Odenwälder Sofawölfe

Samojedenzucht mit Herz und Verstand


Und so wachsen unsere kleinen Sofawölfchen auf...

Die ersten Lebenswochen wachsen die Kleinen in unserem Schlafzimmer heran Hier ist die Mutter mit Ihren Welpen ungestört vom Rest des Rudels. Sofort nach der Geburt werden die Kleinen gewogen und mit Lebensmittelfarben gekennzeichnet. So wissen wir später ganz genau wann welcher Welpe auf die Welt kam...

Bereits wenige Tage danach erhalten sie ihr erstes Halsband um weiterhin ein vertauschen unmöglich zu machen. Die ersten 2 Wochen verbringen die kleinen Sofawölfchen mit fressen und schlafen. Unsere Arbeit ist es in dieser Zeit darauf zu achten, dass das sie täglich ein paar Gramm zunehmen und ihren Schlafplatz sauber und vor allem trocken zu halten.
Im Alter von ca. 14 Tagen werden die Welpen zum ersten Mal entwurmt.

Mit etwa 3 Wochen dürfen die Welpen zum ersten mal an fester Nahrung naschen. Wir benutzen hierzu nur bestes Welpenfutter aus der Dose oder frisches Tatar. Die Menge steigern wir täglich, bis wir auf eine komplette Mahlzeit kommen.

Mit etwa 4 Wochen wird die Neugier so groß, dass sie kaum noch in der Wurfkiste zu halten sind. Deshalb ziehen sie nun auch um...

...in den größeren Auslauf ins Wohnzimmer. Hier dürfen nun auch die restlichen Rudelmitglieder, sowie die ersten Interessenten und Besucher mal genauer schauen.
Außerdem bekommen sie nun auch den kompletten Tagesablauf einer Familie, mit all seinen Alltagsgeräuschen mit.

 

Wenn es das Wetter zulässt dürfen sie jetzt auch, zunächst im kleinen Auslauf, stundenweise raus in den Garten.
In dieser Zeit steht auch die 2. Wurmkur an. Ausserdem lernen die Welpen Trockenfutter sowie die ersten Leckerchen und Kausnacks kennen.


 

Ab der 5. Woche wird der Auslauf vergrößert und die Mama bekommt Unterstützung bei der Erziehung. Die Welpen beginnen jetzt "Hündisch" zu lernen. Sowohl die erwachsenen Hunde alsauch die Erfahrungen die sie jetzt im Rudel mit ihren Geschwistern sammeln dürfen sind später wichtig um einen gut sozialisierten Hund zu haben.
 

Mit 6. Wochen testen wir dann mal ob die Kleinen auch Wasserdicht sind ;-). In diesem Fall durften Sie sogar lernen das ein Gewitter zwar laut ist aber absolut nicht schlimm ist.
Es ist wichtig das die Welpen gerade jetzt, so viel wie möglich kennenlernen da sie sonst später in unbekannten Situationen ängstlich oder gar schreckhaft reagieren könnten.

 

Zum Trocknen gehts natürlich dann auch wieder nach drinnen.

In der 7. Woche übernehmen die anderen Rudelmitglieder immer mehr die Erziehung.

Unser neuer Welpengarten:



Samojedenzüchter aus Leidenschaft zu sein...

.....bedeutet, es normal zu finden, dass zwei erwachsene Menschen nichts Wichtigeres zu tun haben, als auf dem Fußboden herumrobben, um sich unter merkwürdigen Lautäußerungen mit einem Hund um ein Seil zu balgen oder unter Möbelstücken nach verlorenen Tennisbällen zu suchen.

An Regentagen nach dem Hundespaziergang trotz Regenschirm mit einem klatschnassen Hosenbein heimzukommen, weil einer der Hunde bei dem Versuch, sich unter Frauchens Schirm zu drücken, eine Wasserstandsmeldung hinterlassen hat......

Bei schwarzen Kleidungsstücken daran gewöhnt zu sein, dass sie gewolkt aussehen, als wäre man mit einem Wattebausch darüber gefahren.

Entgegen aller guten Vorsätze die Hunde beim gemeinsamen Mittagsschläfchen auf dem Sofa nicht zu stören und selbst auf dem Stuhl sitzend ein Nickerchen zu machen.

Angesichts von Dreckspritzern an weißen Küchenmöbeln nicht vorrangig über einen Putzlappen, sondern langfristig über die Anschaffung weniger schmutzempfindlicher Oberflächen nachzudenken.

Hundehaare auf dem Fußboden und an allen möglichen sonstigen Stellen zwar nicht attraktiv, aber normal zu finden und sämtliche Entschuldigungen angesichts überraschendem, unbehundetem Menschenbesuch tapfer herunterzuschlucken.

Die Wohnzimmereinrichtung zwar mit schönen Antiquitäten zu gestalten, aber keine Probleme damit zu haben, die große, grellfarbige Plastik-Flughundebox neben den Biedermeiersekretär zu stellen, weil der Hund so gerne darin schläft.

Sich zwar stundenlang über die Auswahl eines schönen Wohnzimmerteppichs Gedanken zu machen, denselben aber gleich anschließend durch daneben legen eines grauen Plüsch - Hundekissens mit widerlichem Muster zu 'entweihen', nur weil diese Kunstfaser - Hundeteppiche eben so praktisch, warm und leicht zu waschen sind.

Zu akzeptieren, dass Hunde vom 'Schöner Wohnen' zuweilen andere Ansichten haben.

Sich tagelang auf das Aufblühen der Kameliensträucher im Garten zu freuen und dann festzustellen, dass der Hund den richtigen Moment erwischt und die frisch geöffneten Kamelienblüten auf den Wohnzimmerteppich dekoriert hat.

In einer schlaflosen Nacht sich im Bett herumzuwälzen, plötzlich das warme Schnaufen des Hundes im Ohr zu spüren, der einen Massageantrag stellt, der dann merkwürdigerweise den Kraulenden ebenso entspannt wie den Gekraulten.

Immer und jederzeit mit wahrem Enthusiasmus und ansteckender,großer Freude begrüßt zu werden.

Still darüber zu fluchen, dass es auch in 20 Jahren nicht gelingen will,den Hunden an Regentagen das Schütteln VOR der Haustür beizubringen und sie sich dafür wie immer den strategisch günstigsten Platz vor dem mit tausend schmutzempfindlichen Kleinigkeiten gefüllten Glasregal im Wohnzimmer ausgesucht haben.

Nur noch wischfeste Tapeten zu kaufen, damit man die 'Bremsstreifen' an der Wand entlanglaufender Hunde besser abwischen kann.

Sich nicht mehr darüber zu wundern, dass man von Leuten, die man täglich beim Spaziergang trifft, den Namen nicht mehr weiß, aber genau weiß, wie ihr Hund heißt.

Einen Tennisarm zu haben, nur weil die Hunde es so lieben, hinter weit geworfenen Bällchen herzurennen und man es beim gemeinsamen Training übertrieben hat.

Dass man (glücklicherweise selten) kochend vor Wut hundelos in der Botanik steht, weil die vierbeinigen Hausgenossen sich für einen kleinen Jagdausflug genau den Tag ausgesucht haben, an dem man zu einem wichtigen Termin muss und nun stattdessen suchend im Wald umherirrt.

Beim Wochenendprogramm zwischen Ausschlafen, Sonntagsfrühstück, Rasenmähen und Einkaufen drei lange Hundespaziergänge einzuplanen.

Die Jahreszeiten und das Wetter viel intensiver zu erleben und auf Spaziergängen zu merken, wie schön die Natur ist.

Gummistiefel und extra-große Goretexjacke im feuchten Herbst und Frühjahr zur Lieblingskleidung zu erklären und tapfer darüber hinwegzusehen, dass man auf allen Schnappschüssen mindestens 30 kg schwerer aussieht als man ist.

Wochenlang nach einem Wohnmobil mit reichlich Bodenfläche gesucht zu haben, um dann festzustellen, dass man das enge Fahrerteil nur mit einem Riesenspagat verlassen kann, weil sich die ganze Meute dort zusammendrängt.

Sich nachts im Dunklen nur schlurfend zur Toilette zu bewegen, damit man nicht auf einen der Hunde tritt.

Sich manchmal gerne auf den Boden zu den Hunden zu setzen.

Morgens davon aufzuwachen, dass es gleichzeitig warm und kalt zieht, weil der eine Hund einem freundlich ins Ohr pustet und der andere mit dem Schwanz wedelt.

Besonders beim Schmuddelwetter darüber nachzudenken, wie der heimische Flur wohl nach Umbaumaßnahmen (Einbau einer Dekontaminationsschleuse mit halbhohen Fliesen, Handbrause, Turbofönanlage und Bodenablauf) aussehen würde.

Sofort nach der Arbeit auf andere Gedanken zu kommen.

Das schöne Gefühl, nie allein zu Hause zu sein.

Den heimischen Bürostuhl nur noch mit allergrößter Vorsicht zu bewegen, damit nicht wieder ein paar Schwanzhaare ausgerissen werden.

Wenn man anstelle einer tollen Reise den Jahresurlaub zuhause verbracht hat, um ein paar Welpen aufzuziehen und dabei mehr Aufregendes, schönes und Anstrengendes erlebt hat als in tausend fernen Ländern.

Damit zu leben, dass Hunde vor allem frisch geputzte Fensterscheiben erkennen können und genau darauf bevorzugt ihre Nasen drücken.

Das lang ersparte Traumauto durch Ausbau der Rückbank, Einbau einer wasserfesten Hundedecke und einer aufblasbaren Fußraumfüllung sowie den Kauf von Hundegurten halbwegs alltagstauglich auszurüsten und festzustellen, dass es nach einmaliger Probefahrt aussieht, als hätte man es wochenlang benutzt ohne es zu putzen.

Über Sätze wie 'sie haben vier Hunde und keine Kinder, sind aber sonst ganz nett..' freundlich zu lächeln.

Andere Menschen schon aus großer Entfernung aufgrund ihrer Körperhaltung als Hundehasser und Hundefreunde einzustufen.

Darüber zu lachen, wenn sich einer der Hunde genau den Zeitpunkt vor der langen Urlaubsreise ausgesucht hat, um sich in einem stinkenden Haufen zu wälzen.

Stundenlang mit anderen, eigentlich fremden Leuten über so interessante Themen zu diskutieren, wie man Zecken am besten entfernt und welche Vorzüge welcher Fellstriegel hat.

Über den schweren Wasserkasten beim Einkauf zu klagen, aber den 26 kg wiegenden Samojedenrüden problemlos allein hochzuheben, wenn es sein muss.

Mit Briefwaage, Taschenrechner und Fachbuch einerseits eine vollwertige Hundemahlzeit zu produzieren und sich andererseits danach eine Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben.

Sich nicht mehr darüber zu wundern, dass sich voll gesogene Hundezecken vorzugsweise auf helle Teppichböden fallenlassen und man sie trotz des Farbkontrastes erst so richtig bemerkt, wenn man darauf getreten ist.

Nie um ein passendes Wort verlegen zu sein, wenn man mit Gästen gerade eine schöne Mahlzeit zu sich genommen hat und Würgegeräusche unter dem Tisch erkennen lassen, dass einer der Hunde sich anschickt, seine sämtlichen Grasbüscheln ect. zwischen ihren Füssen zu deponieren.

Zu registrieren, dass man früher fand, Hunde würden stinken und nun die eigenen Hunde als ausgesprochen wohlriechend erlebt und Hundewelpen noch viel mehr.

Auf der Basis einer wunderbaren Freundschaft vielen Lebensunbilden etwas gelassener, humorvoller und ausgeglichener zu begegnen........

Festzustellen, wie unerträglich still ein Haus sein kann, wenn ein Hund gestorben ist...



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